Lexikon (Fragen & Antworten)

Fragen und Antworten

Hier finden Sie zu verschiedenen Themen Antworten zur Hautpflege:
Sollten Sie noch weitere Fragen haben, schreiben Sie uns einfach!


ALLGEMEINE THEMEN

1. Frage: Vitamine in Kosmetika

Was sind die speziellen Eigenschaften der Vitamine, die dazu führten, verstärkt Vitamine in Kosmetika einzusetzen?

Antwort:

Zunächst einmal sind Vitamine essentiell für den menschlichen Körper und somit eben auch für die Haut und die Haare.
So ist Vitamin A notwendig für die Zellerneuerung und das Zellwachstum. Das Provitamin A, das Beta-Carotin, besitzt antioxidative Eigenschaften und schützt sowohl die Haut als auch die kosmetische Formulierung vor oxidativen Veränderungen.

Weitere wichtige und wirksame Antioxidantien sind das Vitamin E und Vitamin C.
Vitamin E agiert ferner als Moisturizer (Feuchtigkeitsspender) und besitzt Lichtschutzwirkung.
Vitamin C stellt eine gute Ergänzung zu Vitamin E dar. Vitamin C ist wichtig für die Produktion von Collagen und somit für die Regeneration der Haut.

Ein Mangel an den Vitaminen des B-Komplexes geht mit Hautveränderungen und gegebenenfalls mit frühzeitigem Ergrauen der Haare einher. Panthenol zeigt keine Vitaminwirkung. Es wird in der Haut zu Pantothensäure umgewandelt und unterstützt so die verschiedensten Körperfunktionen, u.a. die Metabolisierung von Fett, Eiweiß und Zucker sowie Entgiftungsreaktionen.

Panthenol wirkt entzündungshemmend und besitzt ein gutes Feuchthaltevermögen in der Haut.
Für die Kosmetik von Interesse sind weiter Vitamin B6, Nicotinsäure und Biotin. Vitamin B6 sowie Biotin hemmen die Produktion des Hautsebums und sind damit in Produkten für fettige Haut und in Haarpflegeprodukten interessant. Biotin wird weiterhin in Antiaging-Produkten eingesetzt. Nicotinsäure steigert die Durchblutung und fördert damit die Versorgung der Haut und Haare mit Nährstoffen.


2. Frage: Ceramide als Wirkstoff

Antwort:

Ceramide sind neben den freien Fettsäuren sowie Cholesterin ein wesentlicher Bestandteil der Hornschichtlipide (mehr als 40%) der Haut.
Sie spielen eine wichtige Rolle, um die Barrierefunktion der Haut aufrechtzuerhalten. Die Hornschichtlipide verändern sich mit zunehmendem Alter insofern, als dass die Ceramide weniger werden.

Um die Barrierefunktion der Haut und die Wasserbindungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, wurden ceramidhaltige Kosmetika von uns entwickelt.
Das eingesetzte, aus dem Reis stammende, Ceramid ist mit dem in der menschlichen Haut vorhandenen identisch.

Es kann so besonders gut in die Haut eindringen und die physiologische Lücke an Ceramiden in den epidermalen (Haut-) Zellen schließen. Damit wird die Wasserbindungsfähigkeit, die Bindekraft der äußeren Hautschichten und die Barrierefunktion der Haut stabilisiert. Dies bewirkt eine verminderte Fältchenbildung, eine straffere Haut und schützt zudem die Haut vor Stress und Umwelteinflüssen.


3. Frage:
Die Wirkung der pflanzlichen Öle auf der Haut

Antwort:
Pflanzliche Öle und Fette bilden auf der Haut einen abdeckenden und reizmildernden Schutzfilm, der die Haut vor hohem transepidermalen Wasserverlust bewahrt und sie weich und elastisch hält. Ferner sind sie reich an Vitaminen, Ceramiden sowie ungesättigten Fettsäuren.

Diese Bestandteile bewirken eine Reihe von kosmetisch erwünschten Effekten. So sind Ceramide notwendig für die Regulierung des transepidermalen Wasserverlustes und bilden als Bestandteile der obersten Hautzellschichten einen Widerstand gegen Umwelteinflüsse.
Für die Kosmetik sind ferner die ungesättigten Fettsäuren und zwar die sogenannten essentiellen Fettsäuren interessant. Sind sie im Organismus nicht in ausreichender Menge vorhanden, kann es zu Hautproblemen kommen.

Ungesättigte Fettsäuren verstärken die Barrierefunktion der Haut, vermindern den transepidermalen Wasserverlust, restrukturieren durch äußere Einflüsse geschädigte Haut und wirken entzündungshemmend. Auch wirken sie der Bildung von Hornzellen entgegen, d.h. sie machen die Haut geschmeidig.


4. Frage: Die Gesetzgebung für kosmetische Mittel

Antwort:
Die Vermarktung kosmetischer Erzeugnisse ist europaweit einheitlich gesetzlich in der sogenannten EG-Kosmetik-Richtlinie geregelt.
Die EG-Kosmetik-Richtlinie wurde nahezu vollständig in deutsches Recht umgesetzt und stellt in der BRD mit der sogenannten Kosmetik-Verordnung geltendes Recht dar. Die Kosmetik-Verordnung ist für jeden Kosmetikhersteller gesetzlich bindend.

In der Kosmetik-Verordnung wird eine Definition kosmetischer Mittel gegeben, die deren Verwendungszweck (zum Reinigen, Pflegen, Parfümieren etc.) sowie die Anwendung (ausschließlich äußerlich auf der Haut, den Haaren, den Nägeln, Lippen etc.) festgelegt.
So hat der Kosmetikhersteller dafür Sorge zu tragen, dass das Produkt die Gesundheit des Verbrauchers nicht schädigt.

Damit verbunden ist die Verpflichtung für den Hersteller, die festgelegten Vorschriften einzuhalten, z.B. Warnhinweise anzubringen, und andererseits die gesundheitliche Unbedenklichkeit durch dermatologische Tests sowie toxikologische Erhebungen abzusichern.
In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass seit dem 1. Januar 1998 ein generelles Verbot für Tierversuche zur Prüfung kosmetischer Inhaltsstoffe sowie der Fertigprodukte in der Kosmetik-Verordnung verankert ist.

In der Kosmetik-Verordnung existieren ferner eine Verbotsliste von Stoffen, die nicht in Kosmetika eingesetzt werden dürfen, eine Liste mit Stoffen, die nur für einen bestimmten Verwendungszweck zugelassen sind, sowie 3 Positivlisten mit Farbstoffen, Konservierungsmitteln und UV-Lichtschutzfilter.
Nur die in der Liste zugelassenen Stoffe dürfen unter Einhaltung der Höchstmengenvorgaben in Kosmetika eingesetzt werden.

Die eingesetzten Rohstoffe müssen mit ihrer INCI-Nomenklatur gekennzeichnet sein. INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients und stellt die Basis einer einheitlichen Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe weltweit dar. Anzumerken wäre noch, dass der Kosmetikhersteller einen Nachweis für die auf der Produktverpackung angeführten Auslobungen zur Wirksamkeit (z.B. 'hautglättend') erbringen muss. Somit wurde über den gesundheitlichen Verbraucherschutz hinaus auch ein Täuschungsschutz im Gesetz verankert.


VERWÖHN-PFLEGE Q10

Frage:
Was ist Coenzym Q10 und wie wirkt es?

Antwort:
Coenzym Q10 kommt sowohl in der Pflanzen- als auch in der Tierwelt vor. Der menschliche Organismus kann es aus den Aminosäuren Phenylalanin bzw. Tyrosin synthetisieren.

Es zählt nicht zu den Vitaminen. Es ist verantwortlich für den Elektronentransport in der Atmungskette. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Energie durch die Umwandlung von Adenosintriphosphat.

Coenzym Q10 ist in der Lage, die Hautzellen gegen die negativen Auswirkungen der UV-Strahlung zu schützen und vor DNS-Schäden zu bewahren. Besonders die Kombination mit Vitamin E ergibt ein aktives Zellschutzsystem.

Mit zunehmenden Alter sinkt der Q10-Spiegel im Organismus, so dass als Ausgleich und Ergänzung Q10 zur Hautpflege empfohlen wird.


SEBUM REDUCER

Frage:
Wie erkennt man unreine, fettige Problemhaut?

Antwort:

1. Gesteigerte Talgproduktion,
2. Bildung von Mitessern,
3. Entstehen von Entzündungen.


PHYTOMEEN

Frage 1:
Eignet sich das PHYTOMEEN Bioflavon Wirkstoffkonzentrat zur Couperose-Behandlung?

Antwort:
Das PHYTOMEEN Bioflavon Wirkstoffkonzentrat enthält als Wirkstoffe Rutin und Ringelblumen-Extrakt. Rutin zählt zur Gruppe der Flavonoidglycoside und wird auch als Permeabilitätsvitamin bezeichnet. Es kommt in vielen Pflanzen vor.

Bei der Anwendung auf der Haut steigert es die Kapillarresistenz, vermindert die Permeabilität und kräftigt die Gefäße. Darüberhinaus hat es antioxidative Eigenschaften und wirkt als Radikalfänger.

Als Couperose bezeichnet man den Zustand der hochempfindlichen, geröteten, oft auch Gefäßlabilen Gesichtshaut.  Durch weiches, nachgiebiges Bindegewebe werden die Gefäßwände vorzeitig ausgedehnt und durchlässig für große Moleküle.

So ist eine Anwendung der Bioflavon Wirkstofflösung bei der Behandlung von Couperose angezeigt, da Rutin und Ringelblumen-Extrakt eine gefäßwandkräftigende, antioxidative sowie beruhigende Wirkung aufweisen.

Frage 2:
Können die Wirkstoffkonzentrate auch ohne die Basismaske aufgetragen werden?

Antwort:
Wie der Name 'Wirkstoffkonzentrate' schon verrät, enthalten die PHYTOMEEN Ampullen hochdosierte Wirkstofflösungen. Ihre Anwendung auf der Haut sollte ausschließlich in Verbindung mit der Basismaske erfolgen!